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Endlich gibt es eine weitere Fortsetzung des Urlaubsberichts aus Ägypten den ich im Artikel “Einführung Ägypten” angekündigt habe. An der Nummerierung der Artikel merkt ihr schon, dass ich mich nicht an die dort angekündigte Reihenfolge halte. Das hat den Grund, dass ich für die anderen Kapitel (1 und 3) noch ein bisschen mehr machen muss und dazu momentan nicht komme.

Also gibt es erstmal kleine Urlaubsberichte und -fotos.

Heute möchte ich einen kleinen Überblick über einen unserer Ausflüge geben. Die Tour nannte sich “Mega-Safari”. Zunächst wurden wir mit Jeeps vom Hotel abgeholt und fuhren im Konvoi mit 3 Jeeps in die Wüste. Bevor die Jeep in die Wüste fahren melden sie sich an einer Polizeistation (1 Carport mit einem Polizeiauto bei dem man sich nicht sicher ist ob es noch fährt und einige gut bewaffnete Polizisten) ab. Jeder Jeep ist mit 8 Touristen auf zwei längs stehenden Bänken auf beiden Seiten im hinteren Bereich gefüllt. Keine Gurte keine Griffe. Soweit so gut. Doch die Fahrer haben Spass daran die Gäste durcheinander zu werfen. Erst recht wenn diese kreischen. Einziger Halt ist die Bank und das Dach. Nutzt man letzteres nicht so macht der Kopf Bekanntschaft mit dem Jeepdach.

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Erster Halt auf der Tour ist eine Stelle an der man am Horizont eine Fata Morgana betrachten konnte. Das Licht trifft also im sehr flachen Winkel von einer “kalten” Luftschicht in eine warme. Dieses Phänomen kann zur Totalreflektion führen die bewirkt, dass wir gespiegelte Objekte sehen. In der Wüste führt dieser Effekt dazu, dass wir Menschen eine Wasserfläche vermuten.

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Da es in der Wüste heiß und windig war haben wir uns mit Tüchern geschützt. Sieht zwar nicht gerade super aus, aber ist genial. Obwohl der Stoff eigentlich recht dick ist, ist es darunter angenehmer als ohne. Und der zusätzliche Schutz des Gesichtes hält effektiv fliegenden Sand von den Zähnen fern.

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Weiter geht es zu einem Hang mit feinstem hellen Sand. Das hört sich nicht sehr spektakulär an bei einem Bericht über die Wüste. Aber diese Wüste besteht aus Felsen und grobem Sand. Der Boden ist meist hart. Unser Stop führt uns an einen Hang an dem das anders ist. Die Jeeps lassen uns auf einer Seite des Hügels raus und fahren zur anderen Seite um uns wieder einzusammeln. Für uns gehts zu Fuß über den Hügel.

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Auf der kompletten Tour begleitet uns ein Kameramann. Während der Jeepfahrt ist sein Platz auf dem Dach des Jeeps. Dort sitzt er auf einem kleinen Poller (Bild unten, rechter Jeep). Einen Teil der Strecke stand er auf einem kleinen Trittbrett neben der Fahrertür unseres Jeeps hielt sich am Holm fest und ließ sich erst einmal vom Fahrer gemütlich eine Zigarette reichen. Und das bei Geschwindigkeiten bis etwa 75 km/h.

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Nachdem wir das Beduinendorf (das Ziel der Tour erreicht hatten durften wir zunächst selbst ein wenig Gas geben. ca 100-150 Quads stehen in mehreren langen Reihen mitten in der Wüste. In 3 nach Geschwindigkeit aufgeteilten Gruppen machen wir eine einstündige Rundtour. Leider konnten wir nicht schneller als ca. 55 km/h fahren. Trotzdem war es ein großer Spass.

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Zurück im Dorf gab es eine kleine Führung durch das Lager. Beduinische Frauen sitzen um eine Feuerstelle und backen Brot. Das Feuer wird mit sonnengetrocknetem Kamelkot befeuert. Weiter geht es mit einem kurzen Kamelritt. Im Dorf leben etliche Tiere. Viele Kamele und Ziegen sowie Hunde und ein Esel laufen hier herum. Zusätzlich gibt es ein “Terrarium”. In einem runden Gebäude kann man sich diverse Tiere angucken.

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Der Rundgang und die Erklärungen waren pünktlich zum Sonnenuntergang beendet, sodass wir den schönen Sonnenuntergang von einem Berg am Dorf beobachten konnten. Auffällig war in Ägypten, dass der Sonnenuntergang noch schneller vorbei ist als bei uns, da die Sonne dort eine steilere Bahn hat.

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Nach diesem Erlebnis ging es auf einen großen arenenähnlichen Platz an dem noch eine Show mit Tanz und Tricks geboten wurde. Dabei konnte auf gemütlichen Kissen sitzend eine Shisha und ein Tee genossen werden. Abgeschlossen wurde der Abend mit einem leckeren Barbecue.

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Bevor es endgültig wieder in die Jeeps für den Rückweg ging konnten mit Teleskopen noch die Sterne beobachtet werden. Der Rückweg mit dem Jeep stellte sich als noch spannender heraus als schon der Hinweg. Die Fahrer der Jeeps hatten ihren Spass daran genau so flott zu fahren wie schon am Tag. Allerdings konnte man gerade als Passagier nicht viel erkennen. Nur die Scheinwerfer brachten etwas Licht ins dunkel….solange der Fahrer diese an ließ…

Fuhr ein anderer Jeep vor so wurde das Licht direkt ausgeschaltet. Auf flacher Strecke geht das ja noch (auch wenn uns schleierhaft war wie man selbst mit Scheinwerfer den Weg findet). Auch vor manchen stärkeren Hubbeln wurde einfach das Licht aus gemacht. So sicher wie das letzte Stück über die Straße hat sich denke ich noch keine Autofahrt angefühlt… ;)

Es war auf jeden Fall eine spannende mit vielen Eindrücken. Nur schade, dass man den Jeep nicht selbst fahren durfte…