Hey Leute!

Heute gibt es hier mal ein bisschen Werbung. Ich habe schon sehr viel Zeit mit diversen Videotutorials zum Thema Fotografie verbracht. Dabei ist die (inhaltliche) Qualität sehr unterschiedlich. Bei manchen Leuten fragt man sich ob sie überhaupt mehr als das was sie gerade erzählen und erklären zum Thema Fotografie wissen. Auch ist es manchmal wirklich anstrengend zuzusehen auch wenn die Themen spannend sind. Nicht jeder der Wissen hat kann dieses rüber bringen. Und selbst wenn dann gibt es auch nur wenige die das in Videoform können. Da gehört halt mehr zu als eine Kamera aufzustellen und irgendwas zu reden. Deswegen habe ich großen Respekt vor Leuten die das wirklich beherrschen. Es gibt ja auch diverse ITunes-Podcasts zum Thema aber auch von größeren Namen sind die Videos nicht nur gut.

So langer Rede kurzer Sinn:

Alexander Heinrichs ist einer der sein Handwerk versteht. Schon viele viele Wochen kommt jede Woche eine neue Folge mit wirklich viel tief gehender Information. Man merkt er weiß wovon  er redet und die Art das zu vermitteln ist einfach angenehm!

Hier könnt ihr euch selber davon überzeugen:

http://videos.ah-photo.de/

Viel Spass bei vielen Stunden lehrreicher Unterhaltung!

Und ein neuer Ausrüstungsartikel! Ich habe mich ja mit der Technik des Malens mit Licht (“Lightpainting”) beschäftigt und heute möchte ich die Ausrüstungsgegenstände zeigen und beschreiben die mich dabei unterstützt haben.

Nachdem erste Versuche mit einer schwereren LED-Taschenlampe nicht zu den gewünschten Erebnissen führte musste etwas neues her. Zunächst habe ich irgendwo in einer Schublade ein Feuerzeug mit 3er LED-Lampe gefunden. Diese habe ich vom Feuerzeug gerennt und an eine Kordel gebunden. Um das Teil besser auf der Kreisbahn drehen zu können habe ich die Lampe mit einem Spigot beschwert. Das größten Probleme mit dieser Lampe sind allerdings, dass sie mit exotischen Knopfzellen betrieben wird und das die Lampe nur direkt an den LEDs zu schalten ist. Es ist also unmöglich, ohne “falsche” Lichtbahnen zu erhalten die Lampe ein beziehungsweise aus zu schalten.

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Die ideale Drehgeschwindigkeit ist die kleinstmögliche, da man dann die Lampe besser Kontrollieren kann. Theoretisch kann diese Geschwindigkeit mit Hilfe des Gewichts und der Erdbeschleunigung berechnet werden.

Um auch farbige Lichtkugeln erzeugen zu können kann man auch farbige LED nutzen. Als Weihnachtsdeko hatten wir noch eine kurze LED-Lichterkette die mit Mignons betrieben wird. Durch die Anzahl an LEDs wirkt die Kugel viel dichter da sich die Lichtspuren überschneiden. Auch hier kommt das Spigot zum Einsatz. Ein großer Vorteil dieser Variante ist die Schaltmöglichkeit am Batteriefach.

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Um eine Kombination aus beidem zu erhalten habe ich einen LED-Würfel gebaut. Weder schön noch elektrisch korrekt aber funktional. Fünf mal habe ich je vier weiße LEDs auf einem kleinem Platinenquadrat verlötet. Diese fünf Platinenteile habe ich ganz plump mit Schmelzkleber zu einem Würfel verklebt und an ein Kabel mit Batteriehalter (mit integriertem Schalter) gelötet. Somit hat man einiges an Licht und kann mit der einen Hand drehen und mit der anderen schalten.

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Noch geplant ist der Bau einer RGB-LED-Lampe mit PWM-Ansteuerung um stufenlos Farbe und Helligkeit wählen zu können. Die LEDs sind da nur die PWM-Ansteuerung braucht noch etwas bastelei.

In der letzten Zeit habe ich mich mal wieder an den Lötkolben gesetzt und ein paar Dinge an meinem Equipment verändert.

Ichweise darauf hin, dass ich mir nicht sicher bin was die rechtliche Situation bei der Manipulation des Senders angeht. Es gibt genaue Vorschriften über die frei zu nutzenden Frequenzbänder sowie die maximalen Sendeleistungen. Ich werde mich damit noch beschäftigen und hier informieren. Zuständig ist die Bundesnetzagentur.

Seit einiger Zeit nutze ich die Cactus Flash Trigger in der Version 2. Ich besitze einen Sender und je einen Empfänger der Version V2 (auch für hohe Triggerspannung geeignet) und V2s (nur bis 6V Triggerspannung). Bei meiner letzten Tour auf der ich mich am Lightpainting versucht habe gab es jedoch einige Probleme mit der Zuverlässigkeit und die Blitz haben nicht wie gewünscht ausgelöst. Ausserdem wollen die Blitzauslöser mit CR2-Batterien gefüttert werden. Daher waren zwei Umbauten geplant.

1. Spannungsversorgung über 2xAA-Akkus (Eneloop):

Im Elektronikwunderland konnte ich zwei Batteriehalter aufstöbern. Einer mit Schalter und festen Adern und ein offener mit Batterieclip. Diese habe ich so an die internen Kontakte gelötet, dass nun entweder CR2 oder 2xAA genutzt werden kann. Die Batteriehalter habe ich dann mit Schmelzkleber am Deckel der Funkauslöser festgeklebt. Und so sieht das dann aus:

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2. Erhöhung der Zuverlässigkeit und Reichweitenerhöhung:

Um die Zuverlässigkeit des Systems zu verbessern und auch noch ein bisschen was für die Reichweite zu tun habe ich mich entschieden die Antenne des Senders zu verbessern. Ideale Verhältnisse schafft man mit einer Antenne, die der Wellenlänge λ entspricht. Die Sender sind mit 433MHz angegeben. Daraus resultiert eine Wellenlänge von 69,3cm. Um möglichst nah an den theoretischen Wert heran zu kommen habe ich also die Antenne auf der Platine vermessen und die Differenz als Leitung angelötet. Um die Mine eines Kugelschreibers gewickelt konnte ich die Antenne noch im Gehäuse des Senders unterbringen. Andere Nutzer dieses Sets bauen auch eine Wurfantenne oder eine kleine Stabantenne ein. Erste Tests hier in der Wohnung zeigten eine gute Zuverlässigkeit. Ein erster Praxistest steht noch aus. Hier kann man den Umbau erkennen:

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Noch offen:

Ich möchte einen Blitzadapter mit PC-Synckabel nutzen um die Blitze auf ein Stativ zu setzen (ein Stativhalter der Empfänger ist schon heraus gebrochen) und die Empfänger dann an einem kurzem Band am Stativ aufzuhängen.

Meine Vorgaben für einen neuen Versuch schöne Kugeln zu erzeugen waren wie im letzten Beitrag genannt

“ISO100, Restlicht nutzen, Selbstbauequipment, evtl. RGB-LEDs”

Und wie man das so kennt habe ich mich selber nicht dran gehalten.

1. ISO 400 um genügend Aufhellung durch meinen 550EX zu erhalten (rot/blau im Brückenbogen)

2. zu spät raus gegangen. Restlicht war minimal (nur am Himmel erkennt man die nächtliche Lichtverschmutzung)

3. Selbstbauequipment ist gebaut nur der Akkuhalter wird noch geliefert.

4. RGB-LEDs noch nicht vorhanden

Aber ich konnte es einfach nicht mehr abwarten und wollte neue Orbs erzeugen. Leider hat der Blitz mit grüner Folie der auf den linken Mauerteil gerichtet war nicht zuverlässig ausgelöst.

Hier zwei neue Ergebnisse:

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f2.8 122s

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f2.8 85s

Im nächsten Beitrag möchte ich das Equipment vorstellen, mit dem solche Bilder zu erreichen sind.

Vom 30.09.2011 bis zum 03.10.2011 waren wir in Holland auf Jugendtour. Natürlich war auch wieder alles mögliche an Fotoequipment dabei. Nach dem Lagerfeuer hatten wir dann die Idee die Nebelfelder über den Wiesen mit LED-Taschenlampen anzuleuchten und zu fotografieren. Diese Idee stellte sich als nicht so toll heraus und es kam nichts brauchbares dabei herum. Doch die Taschenlampe half der Erinnerung auf die Sprünge. Lichtkugeln und mit der Taschenlampe geschriebene Texte waren also nun das Ziel. Kurz “Lightpainting”. Lightpainting bedeutet, dass man eine Langzeitbelichtung erstellt bei der man künstliche Lichtquellen (hier die LED-Lampe) nutzt um Konturen oder Figuren zu malen.

Bestimmt kennt ihr alle Fotos von so genannten Orbs. Hier einige Beispiele:

Orb 1

Orb 2

Orb 3

Das Ziel war also klar. Schnell haben wir eine Kordel gefunden, um die Taschenlampe daran schwingen zu können und es ging los. Die ersten Ergebnisse sind noch nicht gerade das was ich mir vorstelle. Zunächst wurde die ISO viel zu hoch gewählt was bei längeren Zeiten zu extremem Bildrauschen führt. Ausserdem war es um 1-2 Uhr nachts einfach zu dunkel um auch die Umgebung mit einzubeziehen. Nach vielen Anläufen in denen Lars sich alle Mühe gegeben hat Kugeln zu erzeugen habe ich mich immer näher an die richtigen Einstellungen heran getastet.

Bei der ganzen Aktion kamen dann ganze 2 Fotos herum, die man als Ansatz akzeptieren kann. Ausserdem hat die ganze Aktion Lust auf mehr gemacht. Genutzt wurde meine 350D mit dem 14mm 1:2,8 von Walimex. Auf einem Gorillapod installiert und mit Funkauslöser ausgestattet wurde die Kamera bei Blende ~22 und “bulb”-Modus aufgestellt.

Das erste Foto wurde 8 Sekunden belichtet:

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Das zweite Bild wurde um eine Komponente erweitert. Die Kamera wurde ausgelöst, ein Blitz (aus dem 550EX) gezündet und danach auf dem Wagen die Kugel “gemalt”. Leider bin ich zu früh (vor dem Blitz) ins Bild gelaufen und musste daher einiges wegschneiden. Die Belichtungszeit lag hier bei 43 Sekunden.

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Nach diesen ersten Erfahrungen steht fest, dass ich so etwas noch einmal machen werde. Dabei gilt beim nächsten mal: ISO100, Restlicht nutzen, Selbstbauequipment, evtl. RGB-LEDs.

Besten Dank auf jeden Fall an Lars, Holger, Andi und Leo für Ideen und Vorschläge was noch drin ist. Gerade Lars hat sich auch größte Mühe gegeben seinen Arm kreisen zu lassen.

In der nächsten Zeit werde ich meine erste DIY-”LED-Schleuder” vorstellen und hoffentlich bald bessere Ergebnisse.

Nach der wirklich grandiosen Show von URBANATIX in Gelsenkirchen ging es dann wieder zurück nach Bochum ins Deutsche Bergbaumuseum. Dort haben wir den Abend dann bei einer Feuershow und Feuerwerk ausklingen lassen.

Leider war es ziemlich eng und somit die Möglichkeiten zu fotografieren wirklich begrenzt. Das anschließende Feuerwerk wurde fast senkrecht über die Köpfe abgeschossen.

Einen kleinen Eindruck gibt es hier:

Am 09. Juli war es mal wieder soweit und die ExtraSchicht machte das Ruhrgebiet zu einem einzigen Showroom.

Nach einer langen Pause hier im Blog durch Klausurphasen und ein sehr volles Semester möchte ich die Chance nutzen und ein paar Eindrücke präsentieren.

Begonnen haben wir mit einem kleinen Abstecher zur Jahrhunderthalle in Bochum. Dort haben wir uns Klavierkonzerte und Comedy angesehen und sind dann zum Nordsternpark Gelsenkirchen gefahren.

Um 22 Uhr wurde ein etwa einstündiger Ausschnitt aus dem Programm von URBANATIX.

Natürlich konnte ich mir das Fotografieren nicht verkneifen. Meine EOS 350D kam zwar an ihre Grenzen (hohe ISOs) aber mit 85 1.8 sind doch ein paar Fotos entstanden die in Webauflösung zu präsentieren sind.

Viel Spass mit diesen Eindrücken:

Das Jahr neigt sich seinem Ende. Und damit findet auch das Projekt “Picture of the Day”. Dieses Fotoprojekt ist dieses Jahr das, dass mich am stärksten beeindruckt hat.

Wirklich großen Respekt habe ich davor, dass der Fotograf Markus Schwarze wirklich jeden Tag für ein Portrait auf seinem Projekt-Blog gesorgt hat. Begonnen hat das Projekt im Dezember 2009. Wirklich spannend was der Fotograf für Menschen getroffen und portraitiert hat. Und auch die Entwicklung die man in den Fotos sehen kann ist sehr interessant. Ich kann nur empfehlen sich die qualitativ hochwertigen Portraits in Ruhe anzusehen. Auch die zu jedem Bild veröffentlichten Geschichten sind spannend und bieten Einblicke in dieses großartige Projekt.

Gerade in dieser dunklen Jahreszeit sticht auch heraus, dass kein Blitz zum Einsatz kommt, sondern ganz gezielt das vorhandene Licht eingesetzt wird.

Bald soll ein Buch erscheinen, dass dieses Projekt beinhaltet. Auch ein neues Projekt ist angekündigt und wird wohl am 01.01.2011 im Blog des Fotografen veröffentlicht.

Aber nun kommt endlich der Link. Hier gibt es das gesamte Projekt.

So endlich habe ich mich mal zusammen gerissen und einmal Produktfotos für das DiCAPac WP-S10 zu machen. Hier möchte ich jetzt wie in der Einführung angekündigt ein wenig zu meinen Erfahrungen mit diesem Wasserdichten Beutel für Spiegelreflexkameras schreiben.

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Die Kamera wird in den Beutel eingeschoben. danach wird ein “Zipverschluß” geschlossen um den ersten Schutz vor Wasser zu bieten.

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Ist der Verschluss ordnungsgemäß zugezogen worden wird der obere Teil des Beutels zusammengerollt bis der Klettverschluss an dieser Rolle gegen die am Beutel befestigte Lasche stößt. Der Klettverschluss wird möglichst sauber zugedrückt.

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Jetzt wird noch der Hauptklettverschluss geschlossen und der Beutel ist fertig für den Schnorchel/Tauchgang (allerdings nur bis maximal 5 Meter Wassertiefe)

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Man sollte allerdings auch darauf achten, dass die Frontlinse dicht verschraubt ist.

Aber nun zum Handling:

Wer schon einmal eine Kamera mit Handschuhen bedient hat kann sich vorstellen wie viel schwieriger dies unter einer Plane aus zähem Material ist. Die Steuerelemente an der Oberseite (Programmwahlrad, Ein/Ausschalter,…) sind von aussen so gut wie gar nicht zu bedienen. Die Rückseite der Kamere ist zum Großteil durch eine klare Folie sichtbar. Aber hier gezielt Tasten zu drücken ist etwas schwierig.

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An Land kann man allerdings schon die wichtigsten Funktionen erreichen. Die Grundeinstellungen der Kamera (ISO, Programmwahl, Zeit/Blende, …) sollten also an Land vorgenommen werden.

Zur Bedienung des Auslösers ist an der Seite des Beutels ein Fingereinlass vorhanden. Dieser bietet die Möglichkeit das Wahlrad am Auslöser und den Auslöser zu erreichen. Auch der “Schlauch” in dem das Objektiv Platz findet hat zwei solche Eingriffe.

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Allerdings gibt es dabei einiges zu beachten. Zum einen ist aus meiner Sicht manuelles Fokussieren unter Wasser unmöglich. Zum anderen ist, um zoomen zu können, ein Objektiv notwendig, dass die Baulänge nicht verändert. Auch beim Fokussieren darf das Objektiv die Länge nicht ändern. Dadurch wird die Objektivauswahl geringer. Ausserdem ist zu beachten, dass unter Wasser durch unterschiedliche Brechungsindizes ein Lupeneffekt eintritt. Daher ist zu empfehlen eine geringe Brennweite zu wählen.

Aber nun zum Verhalten des Beutels im Wasser:

Taucht man nun mit dem Beutel ins Wasser drückt der Wasserdruck schon bei leichtem eintauchen die Frontlinse des Beutels gegen das Objektiv (deswegen keine Längenänderung bei Zoom oder Fokus möglich).

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Aber wie arbeitet man nun mit solch einem Beutel? Ich will nicht verschweigen, dass es mühsam ist zu gewünschten Ergebnissen zu kommen. Die Schwierigkeiten fangen schon an, wenn man eine Kamera ohne Liveview besitzt (oder die Lichtverhältnisse kein ablesen des Displays zulassen). Da ich mit einer Canon 350D unterwegs bin trifft ersteres auf mich zu. Ich muss also durch den Sucher sehen um zu kontrollieren was ich fotografiere. Und dabei tauchen direkt diverse Schwierigkeiten auf. Mit der Unterkante des Beutels drückt man sich den Schnorchel halb aus dem Mund (eventuell ohne Batteriegriff besser). Dazu kommt noch, dass der Abstand zwischen Auge und Sucher durch die Maske recht groß ist. Das führt dazu, dass nicht der komplette Sucher mit dem Auge zu erfassen ist. Eine Ausschnittsauswahl ist somit nicht wirklich möglich. Dadurch, dass die Kamera einen ziemlich dunklen Sucher besitzt ist auch das genaue Fokussieren schwierig. Dies wird noch schwieriger wenn zwischen Auge und Kamera Licht seitlich in die eintritt. Das wirkt alles ganz so als sei fotografieren nicht möglich. Das ist allerdings falsch. Diese Nachteile haben einfach zur Folge, dass man erst ein paar Erfahrungen sammeln muss. Dazu gehört in welche Richtung ich ohne Streulicht fotografieren kann. Ausserdem merkt man nach den ersten Versuchen wie viel des Sucherbildes im Blickfeld fehlt. Mit Zeit, Geduld und etwas Übung kann man zumindest einige nette Schnappschüsse machen.

Fazit:

Für mich ist dieser Beutel die Möglichkeit in einem Bereich den ich wenn überhaupt einmal im Jahr bearbeite einige nette Urlaubserinnerungen mit nach Hause zu bringen. Und dafür lohnt sich der Aufwand. Die Vorstellung aus dem Urlaub in Ägypten wiederzukommen und kein Foto der herrlichen Unterwasserwelt zu haben ist nicht gerade angenehm. Ich habe also in Ägypten massig Ausschuss produziert aber einige nette Erinnerungen sind dabei herum gekommen. Und dafür hat sich die Anschaffung allemal gelohnt!

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Nach längerer Pause möchte ich die Ägyptenserie fortsetzen. In der Einführung habe ich ja schon auf die Einteilung der Artikel hingewiesen. Ich halte mich nicht an die Reihenfolge, da die anderen Kapitel etwas mehr Zeit erfordern.

Heute möchte ich über einen weiteren Ausflug berichten den wir in Ägypten unternommen haben. Dieses mal ging es auf die “Dolphin-House”-Tour. Als wir die Tour gebucht haben wurden uns eine Delfinsichtungswahrscheinlichkeit von 80% versprochen. Aber auch ohne Delfine sollte die Tour viel bieten. 2-3 Schnorchelgänge im Naturschutzgebiet.

Wie auch schon bei der Safari war ein Kameramann den ganzen Tag dabei.

Zunächst wurden wir mit einem Reisebus zum Hafen von Hurghada gefahren. Dort warteten 3 Boote auf uns. Je Boot waren in etwa 25-30 Touristen an Board. Das Wetter war etwas windig. Das führte zu interessanten Bewegungen der Boote. Solang wir gegen den Wind fuhren war das alles noch harmlos und wurde spannender als die Wellen Diagonal gegen die Fahrtrichtung liefen. Manch einem war das auch schon zuviel… ;)

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Zunächst konnten wir an einem Riff Schnorcheln. Wir waren schon fasziniert von dem was man am Hausriff sehen konnte aber das hier war einfach eine Nummer größer. Um etwas Schnorchelübung zu bekommen vor dem Trip haben wir den extra ans Ende der Woche gelegt. So konnten wir hier die Korallen- und Fischwelt genießen. Das war nicht allen vergönnt. Manch einer bekam Panik unter der Maske und meinte keine Luft mehr zu bekommen. Die größte Herausforderung bestand darin das was man so unwirklich vor sich sah irgendwie auch auf den Chip der Kamera zu bekommen. Da ich nicht im Besitz der richtigen Filter bin mussten die richtigen Farben in der RAW-Konvertierung wieder zum Vorschein gebracht werden. Durch das Wasser wird der Rotanteil des Lichts fast vollständig gefiltert und alles wirkt blau und flau. Leider müssen so extreme Veränderungen vorgenommen werden, dass die Bildqualität schon ordentlich beeinträchtigt wird. Trotzdem möchte ich hier versuchen euch ein paar Einblicke in diese ganz eigen Welt zu bieten. Es ist einfach unvorstellbar wenn man es nicht selbst erlebt wie man sich fühlt wenn um einen rum Millionen (nicht übertrieben! Siehe Bild des Kameramanns) kleiner Fische im Schwarm vorbei ziehen. Vor allem wenn dieser sich dann um einen rum teilt wie man es sonst nur aus Filmen kennt ist das etwas ganz besonderes!

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Auf dem weiteren Weg über das Rote Meer wurden wir darauf hingewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit Delfine zu sehen eher gering sei, da diese sich bei windigem Wetter eher zurückziehen. Doch plötzlich wurden die Tourleiter nervös. Vor unserem Bootskkonvoi tauchten Delfine auf. Für uns Touris erst schwer auszumachen kamen wir ihnen immer näher. Etliche andere Boote lagen schon vor Anker und versuchten zum Teil mit Schlauchbooten direkt an diese eleganten Tiere heran zu kommen.

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Unsere Boote fingen an die Delfine zu umrunden. Immer mehr dieser silbergrauen Körper tauchten im dunkelblauen Wasser auf. Eine Schule von 20-30 Tieren spielte fangen mit den Touristenbooten. Da die Gruppe ziemlich rastlos war konnten wir leider nicht zu den Tieren ins Wasser springen. Um wenigstens auf der DVD schöne Bilder dieser Tiere zu haben sprangen die Kameramänner der Boote bei voller Fahrt mitten in die Gruppe Delfine hinein. Leider hatte ich die Kamera noch im Unterwasserbeutel was der Bildqualität nicht gerade gut tut.

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Um das Mittagessen zu servieren hielten unsere Boote direkt an einem weiteren Riff. Nach dem Essen ging es dann noch einmal Schnorcheln um noch einmal diese wunderbare Unterwasserwelt zu bestaunen.

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Als Abschluss der Tour konnten wir dann noch einmal vom Deck des Bootes in das kristallklare Wasser springen. Da man bis zum Horizont von Wasser umgeben war konnte man die Höhe nicht wirklich einschätzen und nach dem Absprung waren wir verwundert über die lange Flugphase… ;) Im Nachhinein müsste die Höhe circa 5 Meter betragen haben.

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Im ganzen war diese Tour eine wirklich faszinierende, spannende und auch anstrengende Sache. Mehrere Stunden Schnorcheln und die Möglichkeit Delfine in freier Natur zu sehen machen diese Tour zu etwas ganz besonderem. Schon genial was Gott sich so alles überlegt hat!