Vom 30.09.2011 bis zum 03.10.2011 waren wir in Holland auf Jugendtour. Natürlich war auch wieder alles mögliche an Fotoequipment dabei. Nach dem Lagerfeuer hatten wir dann die Idee die Nebelfelder über den Wiesen mit LED-Taschenlampen anzuleuchten und zu fotografieren. Diese Idee stellte sich als nicht so toll heraus und es kam nichts brauchbares dabei herum. Doch die Taschenlampe half der Erinnerung auf die Sprünge. Lichtkugeln und mit der Taschenlampe geschriebene Texte waren also nun das Ziel. Kurz “Lightpainting”. Lightpainting bedeutet, dass man eine Langzeitbelichtung erstellt bei der man künstliche Lichtquellen (hier die LED-Lampe) nutzt um Konturen oder Figuren zu malen.

Bestimmt kennt ihr alle Fotos von so genannten Orbs. Hier einige Beispiele:

Orb 1

Orb 2

Orb 3

Das Ziel war also klar. Schnell haben wir eine Kordel gefunden, um die Taschenlampe daran schwingen zu können und es ging los. Die ersten Ergebnisse sind noch nicht gerade das was ich mir vorstelle. Zunächst wurde die ISO viel zu hoch gewählt was bei längeren Zeiten zu extremem Bildrauschen führt. Ausserdem war es um 1-2 Uhr nachts einfach zu dunkel um auch die Umgebung mit einzubeziehen. Nach vielen Anläufen in denen Lars sich alle Mühe gegeben hat Kugeln zu erzeugen habe ich mich immer näher an die richtigen Einstellungen heran getastet.

Bei der ganzen Aktion kamen dann ganze 2 Fotos herum, die man als Ansatz akzeptieren kann. Ausserdem hat die ganze Aktion Lust auf mehr gemacht. Genutzt wurde meine 350D mit dem 14mm 1:2,8 von Walimex. Auf einem Gorillapod installiert und mit Funkauslöser ausgestattet wurde die Kamera bei Blende ~22 und “bulb”-Modus aufgestellt.

Das erste Foto wurde 8 Sekunden belichtet:

lightpainting001

Das zweite Bild wurde um eine Komponente erweitert. Die Kamera wurde ausgelöst, ein Blitz (aus dem 550EX) gezündet und danach auf dem Wagen die Kugel “gemalt”. Leider bin ich zu früh (vor dem Blitz) ins Bild gelaufen und musste daher einiges wegschneiden. Die Belichtungszeit lag hier bei 43 Sekunden.

lightpainting002

Nach diesen ersten Erfahrungen steht fest, dass ich so etwas noch einmal machen werde. Dabei gilt beim nächsten mal: ISO100, Restlicht nutzen, Selbstbauequipment, evtl. RGB-LEDs.

Besten Dank auf jeden Fall an Lars, Holger, Andi und Leo für Ideen und Vorschläge was noch drin ist. Gerade Lars hat sich auch größte Mühe gegeben seinen Arm kreisen zu lassen.

In der nächsten Zeit werde ich meine erste DIY-”LED-Schleuder” vorstellen und hoffentlich bald bessere Ergebnisse.